Vereinzelt wird seit dem Update von AMS auf Version 3.0 von Anwendern gemeldet, dass Outlook ihren E-Mail-Partnern statt der eigentlich gewünschten Anhänge einen Anhang „winmail.dat“ schickt, den diese nicht lesen können. Aber was hat AMS mit dem Format zu tun, in dem Outlook Dateianhänge schickt?

Die „winmail.dat“ ist seit Jahren eine Plage im E-Mail-Verkehr, da sie im Microsoft-spezifischen Format „MS-TNEF“ aufgebaut ist und von anderen Mailprogrammen nicht interpretiert werden kann. Das Format geht auf die ersten Versionen von Microsoft Outlook / Exchange zurück und sollte eigentlich nur für den Mailverkehr zwischen Outlook-Empfängern verwendet werden – für Mails an „Internetempfänger“ (tatsächlich – Outlook differenziert in völliger Weltfremdheit noch zwischen Exchange-Empfängern und Internet-Empfängern) sollte auch keinen Fall das Rich-Text/MS-TNEF-Format verwendet werden.

Der Zusammenhang mit dem AMS-Update ist nun folgender:

Wenn all das stimmt, haben wir also offenbar die Wahl: Entweder wir liefern die Mailadressen an Outlook ohne „smtp:“ – dann klappt bei Outlook 97/2000 der Versand nicht, weil ein Exchange-Benutzer angenommen wird. Oder wir liefern die Mailadressen mit „smtp:“ – dann haben wir das inkompatible Format für Anhänge und die „winmail.dat“.

Meine Gratulation an alle Leser, die sich bis hierher durch den Artikel durchgekämpft haben. Leider muss ich das große Finale schuldig bleiben – ich sehe derzeit keine universelle Lösung, die in allen Szenarien mit allen Outlook-Versionen funktionieren würde. Ich kann derzeit nur empfehlen, die im Microsoft-Artikel genannten Einstellungsmöglichkeiten zu nutzen, um die Problematik auf jedem Rechner einzeln zu lösen.

Wer ein bessere Lösung weiß, möge sich bitte melden …